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Falco Solar

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Solartracker und Eigenverbrauch: Produktion und Bedarf abstimmen

Ein Solartracker richtet die Module nach dem Sonnenstand aus. Wie gut die Erzeugung zu Ihrem Standort passt, zeigt der Vergleich mit dem Verbrauchsprofil. So bereiten Sie die nötigen Daten und Fragen vor.

Lesezeit: ca. 4 minAktualisiert am
Terra-Solartracker auf einer landwirtschaftlichen Fläche.

Hinweis zur Sprache: Die allgemeinen Seiten unserer Website (Startseite, Übersicht und Kontakt) sind derzeit auf Französisch verfügbar.

Für den Eigenverbrauch zählt, wann Solarstrom verfügbar ist und wann Sie ihn benötigen. Die Sonnennachführung kann diesen zeitlichen Zusammenhang beeinflussen. Ob sie für Ihr Projekt sinnvoll ist, wird anhand von Verbrauch, Erzeugung, Standort und Kosten untersucht. Der folgende Ablauf hilft, diese Prüfung vorzubereiten.

Was die Sonnennachführung verändert

Ein Solartracker ist eine bewegliche Struktur für Photovoltaikmodule. Bei den einachsigen Lösungen von Falco Solar folgt die Ausrichtung im Tagesverlauf der Sonne von Ost nach West. Die Nachführung soll die Erzeugung zeitlich breiter verteilen, insbesondere in den Randstunden des Tages.

Die Steuerung folgt dabei dem Sonnenstand. Sie ist kein Mechanismus, der die erzeugte Strommenge automatisch an den Verbrauch eines Gebäudes anpasst. Einstrahlung, Wetter, Verschattung und Anlagenkonfiguration bestimmen weiterhin den tatsächlichen Verlauf. Deshalb beginnt eine belastbare Bewertung mit zwei zusammengehörigen Fragen: Wann kann die Anlage Strom erzeugen, und wann wird dieser Strom am Standort benötigt?

Zuerst den Verbrauchsverlauf verstehen

Eine Jahresrechnung zeigt den gesamten Strombedarf, aber nicht dessen Verteilung. Für die Planung sind Verbrauchsdaten über den Tages- und Jahresverlauf hilfreicher. Berücksichtigen Sie Betriebszeiten, Wochenenden, saisonale Spitzen und absehbare Veränderungen der Nutzung.

Ein Industriebetrieb mit tagsüber laufenden Maschinen hat ein anderes Profil als ein landwirtschaftlicher Standort mit zeitweise intensiver Trocknung oder Bewässerung. Auch im Haushalt unterscheiden sich Fahrzeugladung, Wärmepumpe und allgemeiner Strombedarf. Die Bezeichnung des Gebäudes allein beschreibt diese Unterschiede nicht ausreichend.

Trennen Sie bestehende Verbräuche von geplanten Anschaffungen. Notieren Sie für neue Geräte, wann und wie sie voraussichtlich genutzt werden. So bleibt erkennbar, welche Annahmen auf Messwerten beruhen und welche noch bestätigt werden müssen.

Erzeugung und Verbrauch im gleichen Zeitraum vergleichen

Der nächste Schritt ist der zeitliche Abgleich. Die simulierte Solarstromerzeugung und der Verbrauch müssen für dieselben Zeiträume betrachtet werden. Eine hohe Jahresproduktion allein zeigt noch nicht, welcher Anteil davon direkt am Standort genutzt werden kann.

Unterscheiden Sie dabei die wichtigsten Größen:

  • Nennleistung: die installierte Leistung der Anlage, üblicherweise in kWp angegeben.
  • Erzeugte Energie: die Strommenge während eines Zeitraums, beispielsweise in kWh.
  • Eigenverbrauchsquote: der Anteil des erzeugten Solarstroms, der vor Ort genutzt wird.
  • Deckung des Strombedarfs: der Anteil des gesamten Verbrauchs, den die eigene Solarstromerzeugung abdeckt.

Diese Werte beantworten unterschiedliche Fragen. Eine breitere Produktionskurve kann zu längeren Verbrauchszeiten passen, erhöht aber nicht automatisch jede Kennzahl. Zu prüfen ist auch, wie mögliche Überschüsse behandelt werden und welche technischen oder vertraglichen Bedingungen dafür gelten.

Standort und Anlagenkonfiguration zusammen prüfen

Für einen aussagekräftigen Vergleich zwischen einer festen Anlage und einer Anlage mit Nachführung müssen die Annahmen nachvollziehbar sein. Dazu gehören Standort, Nennleistung, Module, Verschattung, Verluste und die betrachteten Zeiträume. Eine andere Nennleistung oder eine andere Datengrundlage darf nicht unbemerkt als Vorteil der Nachführung erscheinen.

Die Flächenprüfung umfasst Boden, Topografie, Zugänge, Leitungen, Abstände und vorhandene Nutzungen. Module, Wechselrichter, Fundamente und Netzanschluss werden auf die gewählte Konfiguration abgestimmt. Bei erhöhten landwirtschaftlichen Anlagen sind zusätzlich die benötigten Freiräume und die Nutzung unter den Strukturen zu betrachten.

Zur wirtschaftlichen Bewertung gehören Investition, Betrieb, Kontrollen, mögliche Ersatzteile und die Bedingungen der Stromnutzung. Die Hinweise zur Wartung eines Solartrackers helfen, laufende Aufgaben einzuordnen. Die anwendbaren Bau- und Anschlussregeln sind für das Land und den konkreten Standort des Projekts zu prüfen.

Praxisbeispiele richtig einordnen

Projektberichte zeigen, welche Anforderungen in der Praxis zusammenkommen. Beim SunPro-Projekt eines Industrieunternehmens wurden verfügbare Flächen rund um den Standort genutzt. Die veröffentlichten Angaben zu Erzeugung und Amortisation sind projektspezifische Schätzungen, keine gemessenen Ergebnisse für andere Anlagen.

Der Terra-Projektbericht aus Meurthe-et-Moselle verbindet landwirtschaftliche Verbrauchsprofile mit Fragen der Flächennutzung. Sein französischer Standort und seine Rahmenbedingungen bleiben Teil des Falls.

Eine Tagesaufzeichnung aus Eply veranschaulicht die zeitliche Verteilung der Produktion. Eine einzelne Tageskurve reicht jedoch nicht aus, um Jahresertrag, Mehrproduktion gegenüber einer festen Anlage oder tatsächliche Einsparungen zu bestimmen.

Welche Daten braucht Ihre Projektstudie?

Für eine erste Einordnung sollten die energetischen und räumlichen Informationen zusammenkommen. Hilfreich sind:

  • Adresse, Lageplan und Fotos der möglichen Aufstellflächen.
  • Verbrauchsdaten mit zeitlicher Auflösung sowie Angaben zu Saison und Betriebszeiten.
  • Bestehende oder geplante Verbraucher und deren Nutzung.
  • Informationen zu Schatten, Zufahrten, vorhandenen Leitungen und Netzanschluss.
  • Ziele des Projekts und Nutzungen, die auf dem Gelände erhalten bleiben sollen.

Für die Modellwahl hilft Ihnen unser Vergleich von Sun+, SunPro und Terra.

Falco Solar entwickelt und fertigt seine Tracker in Frankreich. Die Produktübersicht (Französisch) ordnet Sun+, SunPro und Terra den jeweiligen Einsatzbereichen zu. Besprechen Sie Ihr Eigenverbrauchsprojekt mit dem Team (Französisch), um aus diesen Angaben die nächsten Prüfschritte abzuleiten.

Häufige Fragen zum Eigenverbrauch

Erhöht ein Solartracker automatisch die Eigenverbrauchsquote?

Nein. Entscheidend ist, welcher Teil der Erzeugung zeitlich zum Verbrauch passt. Die Nachführung verändert den Produktionsverlauf; die erreichbare Eigenverbrauchsquote ergibt sich erst aus der gemeinsamen Betrachtung von Anlage und Bedarf.

Reicht meine jährliche Stromrechnung für die Auslegung?

Sie liefert einen ersten Ausgangspunkt. Für den Abgleich von Produktion und Bedarf werden zusätzlich die Verbrauchszeiten benötigt. Je genauer Tagesverlauf, Saison und Betriebszeiten bekannt sind, desto besser lassen sich die Annahmen prüfen.

Beweist eine gute Tageskurve einen hohen Jahresertrag?

Nein. Ein einzelner Tag beschreibt nur seine jeweiligen Bedingungen. Für die Jahresbewertung braucht es eine geeignete Simulation oder entsprechend umfassende Messdaten. Auch ein Mehrertrag erfordert eine nachvollziehbare Vergleichsbasis.

Lässt sich die Amortisation eines anderen Projekts übernehmen?

Nein. Kosten, Erzeugung, Eigenverbrauch, Anschluss und Betriebsbedingungen unterscheiden sich. Eine veröffentlichte Projektschätzung kann Fragen für die eigene Studie liefern, ersetzt aber keine Berechnung mit den Daten Ihres Standorts.

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